Darum geht’s
💡 Veränderte Wahrnehmung von Technik: Rückblick auf die 1990er-Jahre, als die Nutzung von Computern für Hausarbeiten in der Schule oft noch skeptisch beäugt oder als Mogelei abgetan wurde.
🗣️ Die aktuelle KI-Debatte: Kritik an der gegenwärtigen Diskussion (z. B. in Bayern) über den Stellenwert von KI an Schulen, da die Debatte oft an der Realität vorbeigeht.
⏳ Vier Jahre ChatGPT: Seit November 2024 ist ChatGPT auf dem Markt; das eigentliche Problem ist die mangelnde Vorbereitung und Anpassung der Schulen in den vergangenen Jahren.
🚀 Lebensnahe Bildung: Der Auftrag von Schule ist die Vorbereitung auf das Leben und die Arbeitswelt, in der KI längst fest etabliert und ein entscheidender Effizienzbooster ist.
🛑 Grenzen des Verbots: Ein Verbot von KI bei Hausarbeiten ist wirkungslos, da die Nutzung kaum nachweisbar ist; stattdessen müssen Lern- und Prüfungsformate grundlegend überdacht werden.
🛠️ Vermittlung von Kernkompetenzen: Schulen müssen die Funktionsweise, Grenzen und Gefahren von KI (z. B. Fake-Inhalte) aktiv vermitteln, anstatt die Technologie zu ignorieren.
📲 Tiefe Integration im Alltag: Mit kommenden Betriebssystemen (z. B. Android im Herbst 2026) wird KI so tief und einfach in Smartphones integriert, dass die Nutzung für jeden selbstverständlich wird.
🧑🏫 Vorteile für Lehrkräfte: Generative KI bietet enorme Entlastung bei der zeitsparenden Erstellung hochwertiger, individueller Unterrichtsmaterialien.
🎯 Fazit: Schule darf der technischen Entwicklung nicht Jahre hinterherhinken, sondern muss den offensiven und kritischen Umgang mit KI aktiv lehren.
Links
Vollständiges Transkript
Als ich Mitte der 1990er-Jahre begonnen habe, meine Hausaufgaben in der Schule gelegentlich mit dem Computer auszuarbeiten und dann als Ausdruck vorzulegen, haben nicht wenige Lehrer die Nase gerümpft. Einige haben es auch gar nicht zugelassen. Einige wenige fanden es gut, weil sie dann meine fürchterliche Sauklaue nicht mehr lesen mussten. Aber im Großen und Ganzen wurde man, wenn man den Computer für irgendetwas benutzt hat, erst einmal ein bisschen schief angeguckt. Es wurde einem auch schnell unterstellt, man würde auf eine Art mogeln.
Das ist eine Episode aus meinem Leben, an die ich mich erinnert gefühlt habe, als ich dieser Tage auf eine Diskussion aus Bayern gestoßen bin. Dort wird darüber gesprochen, inwiefern KI in der Schule eine Rolle spielen sollte oder spielen darf und wie überhaupt die Position von Schule zu diesem Thema sein sollte. Die Diskussion selber finde ich gar nicht so wichtig. Ich habe zwar eine Meinung dazu, aber ich wohne ja nicht in Bayern. Das wird jedoch überall anders so ähnlich sein. Ich finde, die Diskussion geht ein bisschen an der Sache vorbei, weil es da eigentlich nicht so viel zu diskutieren gibt.
Die Tatsache ist: Wir sind jetzt im Jahr vier. Im November werden es vier Jahre, dass ChatGPT auf dem Markt ist. Allein dass Schule sich noch immer nicht darauf eingestellt hat, dass das jetzt so ist und dass es das jetzt gibt, das ist eigentlich das Problem. Denn ich sage es mal so: Die Zahnpasta kriegen wir nicht mehr in die Tube. KI ist in der Welt und die Welt muss damit insgesamt klarkommen. Der Job von Schule ist nach meinem Verständnis – aber auch so, wie es seit jeher immer behauptet wurde –, dass Schule einen auf das Leben vorbereiten soll.
Wenn in diesem Leben, zumindest im Erwerbsleben, in wirklich jedem Job KI eine Rolle spielt – in einigen vielleicht keine besonders große, aber dann kann man es ja privat immer noch für diverse Dinge nutzen wollen –, in anderen Jobs hingegen geht es jetzt schon nicht mehr ohne. Jedenfalls nicht, wenn man nicht total ineffizient arbeiten möchte beziehungsweise sich das leisten kann. Das heißt, KI ist längst etabliert in der Arbeitswelt und in der echten Welt. Keiner kann es sich eigentlich mehr leisten, das überhaupt gar nicht zu benutzen. Wie intensiv man das nutzt und für was man das benutzt, das ist dann immer noch eine sehr individuell verschiedene Frage.
Aber selbst wenn man sich aus irgendeinem Grund entscheidet – und sich das auch leisten kann –, es einfach überhaupt gar nicht für nichts zu benutzen, selbst dann muss man doch gelernt haben, wofür es gut ist. Und die Schule ist doch eigentlich der Ort, wo man das seit vier Jahren, sagen wir mal mindestens seit zwei Jahren, lernen müsste. Inklusive der Fragen: Was sind eigentlich die Grenzen von dem, was diese Dinger können? Was sind vielleicht auch Gefahren? Und wie erkenne ich, ob mich da einer verarschen will mit KI-erstellten Inhalten? Das gehört ja alles zusammen. All das begreift man eigentlich nur als Ganzes und nur, wenn man sich grundsätzlich damit beschäftigt hat, wie diese Technologie funktioniert, was sie leisten kann und wo eben auch ihre Grenzen und ihre Gefahren liegen. Das muss man doch lernen.
Wir sehen, dass es problematisch ist, dass ganz viele Erwachsene das nicht lernen, weil sie nicht mehr zur Schule gehen, wo sie das vielleicht formal beigebracht bekommen könnten. Sie lernen es aber auch nicht aus eigenem Antrieb, weil es sie nicht interessiert, weil sie konsumieren und den Blödsinn einfach so aufnehmen und das dann teilweise ein bisschen zu oft für die Realität halten. Aber das bedeutet halt auch, dass sie es vermutlich auch selber nicht in dem Maße nutzen, wie es tatsächlich sinnvoll wäre. Und es kann ja durchaus sehr sinnvoll sein; es kann den eigenen Arbeitsplatz retten. Das finde ich schon sinnvoll.
Die Diskussion geht also irgendwie ein bisschen am Thema vorbei, weil man sich mit allen möglichen Fragen beschäftigt. Zum Beispiel: Darf man denn für die Hausaufgaben KI benutzen? Das ist so eine Frage, die ist gar keine Frage. Denn egal, ob man es darf oder nicht: Wenn man jetzt nicht völlig bekloppt ist, dann wird man das immer so machen können, dass es keiner merkt. Es macht einfach überhaupt keinen Sinn, das zu verbieten. Und auch spätestens, seit man theoretisch mit KI die eigene Handschrift fälschen kann, kann man eigentlich auch selbst so etwas Blödes wie eine Mathehausaufgabe nicht mehr in dem Sinne aufgeben. Das könnte man komplett die KI lösen lassen. Wie realistisch das heutzutage ist, weiß ich nicht, aber es wird jedenfalls in den nächsten ein, zwei Jahren so einfach und so realistisch werden. Deswegen ist trotzdem jetzt der Zeitpunkt, wo man überlegen muss: Wie viel Sinn machen eigentlich Mathematik-Hausaufgaben zum Beispiel? Oder brauchen wir nicht andere Lernformate und müssen vielleicht von diesem Gesamtkonzept der Hausaufgaben mal ganz weg, weil das einfach gelaufen ist?
Es ist völlig egal, wie man das findet. Es ist einfach so. Man kann sich die Realität ja nicht irgendwie hinlügen, nur weil einem eine Entwicklung gerade nicht gefällt. Das sollte man privat nicht tun, aber das kann man, wenn man sich jetzt mit der Frage beschäftigt, wie eine vernünftige Schulpolitik aussieht, erst recht nicht tun. Das ist alles Unsinn. Bitte sein lassen und bitte so die Diskussion nicht führen, sondern sehen, wie die Realität aussieht. Sich da auch nicht in die Tasche lügen, sondern so sieht das halt aus. Und dann überlegen wir uns: Wie kann man denn Menschen, die heute in die Schule kommen, angemessen auf diese Realität vorbereiten?
Bestenfalls macht man sich dann auch noch ein paar Gedanken, wie könnte denn die Welt so zehn Jahre weiter aussehen? Da wird man garantiert falsch liegen, aber zumindest näherungsweise kann man ja das eine oder andere versuchen, ein bisschen abzuschätzen. Auch da muss ich sagen, dass der weitere Impact von generativer KI nur immer noch weiter wachsen wird. Das wird vermutlich auch die nächsten zehn Jahre so bleiben, weil das einfach immer alles ausgefuchster und besser werden wird. Man wird es auch immer weniger erkennen, sowohl in den Auswirkungen als auch in dem, was wirklich KI-generiert ist, weil es dann einfach normal ist. Alles wird in irgendeiner Weise mit KI-Unterstützung passiert sein. Es wird keinen Text mehr ohne geben. Und wenn die Rechtschreibprüfung dadurch gegangen ist, dann wird die bei der Gelegenheit aber vielleicht auch noch mal zwei Formulierungen geändert oder vorgeschlagen haben, wo man sagt: „Ja, das finde ich tatsächlich auch besser.“
Das ist der Weg. Es wird derart tief integriert werden, dass wir es selbst bei der Anwendung kaum mehr merken, dass da KI im Spiel war. Dementsprechend wird es immer weitergehen und immer weniger wahrnehmbar werden. Umso wichtiger ist es, dass man eben im Hinterkopf hat, wie das funktioniert, warum das so ist und warum das so funktioniert und nicht anders, und eben, wo besagte Grenzen liegen und wo man vielleicht auch verarscht wird.
Es zieht sich leider so durch, dass Schule bei solchen Sachen immer Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinterherhinkt. Ich glaube, es ist nach wie vor nicht flächendeckend so, dass man in der Schule zumindest mal so Grundlagen des Programmierens lernt. Das sollte aber so sein. Ich persönlich finde das inzwischen wichtiger als die zweite Fremdsprache, dass man ein paar Grundlagen lernt. Man muss jetzt nicht ernsthaft Programme schreiben können, aber wie ein Programm aufgebaut ist, was ein Programmcode ist, wie das funktioniert, wie das rein technisch vom Konzept her funktioniert und vielleicht auch, welche Unterschiede es zwischen Programmiersprachen gibt, was gängige Sprachen sind – solche Grundlagen müssten eigentlich seit Jahrzehnten in der Schule unterrichtet werden. Das passiert aber auch nicht. Wie will ich denn einen Computer oder mein Smartphone – also Dinge, die ich jeden Tag benutze, die ich auch bei der Arbeit benutze, aber auch privat, und die jeden Lebensbereich durchdrungen haben –, wie will ich denn irgendetwas davon verstehen, wenn ich bei den Grundlagen schon völlig raus bin?
So ist es mit KI eben auch. Wenn wir in den Schulen weiter so tun, als gäbe es das nicht, und Schule so aufbauen, als gäbe es das alles nicht, weil wir einfach darauf vertrauen, dass Schüler das nicht benutzen – obwohl jeder es benutzt –, dann ist das fatal. Wer es heute nicht benutzt, der wird es in den nächsten zehn Jahren garantiert benutzen. Es wird garantiert jeder benutzen, ob er will oder nicht. Und wie gesagt, auch dann, wenn man es selber gar nicht so richtig merkt, weil es immer einfacher wird und immer tiefer verzahnt in die Gerätschaften und in die Software, die wir alle jeden Tag benutzen.
Das hat schon lange begonnen, aber das beginnt wahrscheinlich spätestens zum Herbst dieses Jahres hin, wenn Google seine neuen Handys auf den Markt bringt und auch das neue Android-Betriebssystem, in dem KI so tief integriert ist wie nie zuvor. Wo es so simpel eingebaut ist, dass wirklich jeder Technik-Noob nicht den Hauch einer Ahnung haben muss. Du wirst ab dem Moment einfach KI benutzen, weil es dir so einfach gemacht wird, dass du das nicht mal mehr merkst, dass du es benutzt. Das ist erst der Anfang. Das wird so weitergehen, das werden alle Geräte bekommen, jede Art von Geräten. Es wird der Normalfall werden.
Das heißt, selbst wer jetzt immer noch keine KI benutzt – wo ich nicht so richtig verstehen kann, warum, weil es sowohl privat als auch im Job einfach ein Effizienzbooster und ein Mehrwert ist, wenn man es richtig benutzt –, das muss man aber lernen. Das muss einem vielleicht jemand zeigen, wenn man sich das nicht selber beibringen kann oder will. Aber da werden wir hinkommen, so oder so.
Wenn Schule jetzt selbst im Jahr vier nach Release vom allerersten ChatGPT immer noch so tut, als gäbe es das alles nicht, als wäre das alles irgendwie so ein vorübergehender Trend, der dann in drei Jahren auch wieder weg ist: Won’t gonna happen. Das läuft so nicht, das wird bleiben. Schule muss das unterrichten. Deswegen verstehe ich nicht, wieso da überhaupt drüber diskutiert wird, weil es so offensichtlich ist, dass es eigentlich nicht anders geht.
Als die Kernspaltung entdeckt wurde, da hat doch Schule auch nicht darüber diskutiert, ob man jetzt aufhört, Physik zu unterrichten, oder ob man so tut, als gäbe es das nicht. Man muss doch die Welt, wie sie ist, als Maßstab dessen nehmen, was in der Schule im Unterricht passiert. In dem Moment, wo Schule anfängt, das zu ignorieren, versündigt sie sich eigentlich an der Zukunft ihrer Schüler. Das geht einfach überhaupt nicht.
Ich kann verstehen, dass die Institution Schule wie ein Supertanker ist. Der kann nicht mal eben wenden, und wenn der eine Richtungsänderung machen will, dann braucht das einen gewissen Vorlauf. Das ist jetzt bei den meisten Entwicklungen, wie beim Computer, nicht so schlimm gewesen, dass man da Jahre und Jahrzehnte gebraucht hat, bis so etwas wie Informatikunterricht relativ normal wurde. Gut war es auch nicht, aber das ist noch zu verschmerzen, weil jeder Schüler sowieso dann zu Hause längst einen Computer hatte und sich den ganzen Scheiß selber beigebracht hat. Das hat da schon funktioniert.
Beim Thema KI ist das Problem, dass uns die heutige moderne Technikwelt sehr darauf reduziert, Konsumenten zu sein. Das ist beim KI-Thema eigentlich nicht gut. Der Rest der Welt macht es eigentlich auch nicht so nach meinem Empfinden, sondern der benutzt dann KI doch auch aktiv selber. Mit Selbernutzen meine ich dann eben doch klassisches Prompten und lernen, wie das eben grundlegend funktioniert und welche Ergebnisse nach welchen Eingaben kommen. Wenn man das gelernt hat, dann geht man auch mit anderen Anwendungen, die das auf eine viel einfachere Weise integrieren, anders um und weiß darum. Die machen im Hintergrund das Gleiche, und das hat man dann begriffen und sieht das. Wenn man das aber selber nie gemacht hat, dann ist man wieder nur der reine Konsument, begreift gar nicht, was da eigentlich passiert, nimmt das irgendwie so hin und ärgert sich, wenn was nicht funktioniert. Aber man kann damit eigentlich in Wahrheit gar nicht umgehen. Das beinhaltet eben auch, dass man mit Fälschungen nicht richtig umgehen kann, weil man das alles überhaupt gar nicht begriffen hat.
Dieses zu begreifen, das ist der Job von Schule. Die muss einem das vermitteln. Statt das zu tun oder statt das auch nur als ihren Auftrag zu begreifen, diskutieren wir also im Jahr vier nach dem ChatGPT-Release immer noch darüber, ob denn KI überhaupt eine Rolle im Unterricht spielen darf. Sorry, es geht so nicht. Wir sind auch nicht mehr in den 1990er-Jahren, wo das mit den Computern Neuland war. Da sind wir nicht mehr, sondern heute ändert sich in der KI-Welt quasi im Monatstakt alles. Das wird sicherlich auch noch mal ein bisschen langsamer und solider werden, aber im Augenblick ist es so, dass man da ständig umlernen muss. Es ist höchste Zeit, zumindest mit den rudimentären Grundlagen mal anzufangen.
Ganz ehrlich: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch besonders viele Lehrer gibt, die das nicht auch für ihre Arbeit in irgendeiner Weise benutzen. Gerade für Lehrer ist das ein unheimliches Geschenk. Die können ihre Lehrmaterialien jetzt wirklich in vertretbarer Zeit richtig gut selber gestalten und ausarbeiten. Die müssen da jetzt nicht wochenlang halbe Bücher schreiben, sondern mit generativer KI kann man da wirklich ganz fantastische Arbeitsblätter selber erstellen. Das ist auch ein finanzieller Vorteil, weil man den ganzen Scheiß dann nicht mehr einkaufen muss. Die meisten Lehrer werden das alle längst benutzen. Da kann mir auch keiner erzählen, dass die Kompetenz nicht da wäre, zumindest Grundlagen zu vermitteln. Man muss das ja nicht vollumfänglich technisch erklären können, aber wie es so funktioniert, was man damit macht, wo die Fallstricke sind und welche Möglichkeiten es vielleicht in ein paar Jahren da geben wird – sowas alles.
Ich bin der Meinung, das können Lehrer, die meisten Lehrer auch jetzt schon. Und ich bin der Meinung, die, die es nicht können, sollen eine Fortbildung machen, und zwar vorgestern. Es geht eigentlich gar nicht anders. Du kannst auch kein Lehrer an einer Schule sein, der zum Beispiel nicht schreiben oder nicht rechnen kann. Solche grundlegenden Dinge sollte man als Lehrer einfach können. Da wir ja nun mal alle lebenslanges Lernen machen, ist es auch nicht zu viel verlangt, so etwas zu lernen. Zumal KI in der Anwendung und das Kennenlernen all seiner zweifelhaften Pracht und all dem, was es auch Negatives bringt, keine Raketenwissenschaft ist. Das kann man an einem halben Nachmittag in den Grundlagen lernen. Der Rest ist dann Learning by Doing, und dann kriegt man auch eine ganze Menge mit. Das würde schon reichen, damit Lehrer angemessen vermitteln können, was das eigentlich mit diesem ganzen KI-Zeug auf sich hat.
Was wir bitte nicht tun sollten, ist diese unselige Diskussion zu führen, ob KI in der Schule im Unterricht in irgendeiner Form eine Rolle spielen darf. Wir sind doch nicht bescheuert. Die Antwort darauf kann nicht „Nein“ sein, sondern es ist völlig logisch, dass der ganze Kram ausführlich behandelt gehört und dass KI eben auch vonseiten der Schüler angewendet werden darf und soll – und zwar offensiv. Man kann ja dann darüber reden: „Wie hast du das gemacht? Und guck mal, hättest du es so gemacht, dann wäre das Ergebnis viel cooler gewesen.“ So wäre der Weg. Bringt doch den Schülern bei, das zu nutzen, und ermutigt sie, das zu nutzen. Sagt ihnen eben auch, wenn sie das falsch genutzt haben, und dann kann man das von mir aus auch entsprechend bewerten. Aber man kann doch nicht so tun, als wenn keiner das benutzt, wenn die ganze Welt es längst benutzt und alle Schüler, sobald sie erwachsen sind, das auch immer und überall benutzen werden. Das wird einfach so laufen. Der Drops ist gelutscht, das wird sich auch nicht mehr ändern.
Also Schluss mit dieser Rückwärtsgewandtheit! Ein bisschen offener für neue Technik sein, jedenfalls dann, wenn es bedeutet, dass man die Lage der Welt und die technische Situation, in der wir uns befinden, nicht ignoriert. Man kann nicht seriös und effizient arbeiten, wenn man das alles ignoriert. Es wäre so ähnlich, wie wenn man auf Krampf auf dem Pferd zur Arbeit reiten will, obwohl es Autos gibt oder vielleicht ein Bus fährt. Man kann nicht so tun, als hätte sich die Welt einfach nicht weitergedreht. Damit bitte aufhören, auch und gerade im Schulunterricht. Da muss ein bisschen mehr Realität einfließen – und am besten ganz schnell.







