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FB0056 Millionen für Herdenschutz...
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FB0056 Millionen für Herdenschutz...

...und die geradezu unglaubliche Erfolgsbilanz
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Ja das sind für mich sowas wie die Zahlen der Woche. Das Land Niedersachsen hat wohl im vergangenen Jahr. Knapp 7 Millionen Euro. Für? Schutzmassnahmen gegen Wölfe also sprich herdenschutz ausgegeben Also Unterstützung vor allen Dingen beim Bau von zäunen, wenn man ja 7 Millionen Euro. Das ist fast ein Euro pro Niedersachsen.

Es sind in diesem schönen Land sind wir um die 8 Millionen Ja und jeder hat rechnerisch knappen Euro beitragen müssen für den herdenschutz Prinzipiell natürlich zu begrüssen, dass man ein bisschen was für den herdenschutz tut, weil wenn man sagt man möchte den Wolf haben. Dann muss man eben auch die damit verbundenen Probleme irgendwie.

Ja, wenn nicht lösen, dann aber zumindest versuchen zu minimieren. Und es ist? Das ist herdenschutz halt. Dass etwas niederschmetternde und was sie eigentliche Zahl der Woche für mich ist. Das ist die Zahl, an der man den Erfolg dieser Massnahmen messen könnte, wenn man gehässig ist. Denn? Die Zahl der Risse also der weidetiere die zu schaden gekommen sind beziehungsweise ja schlicht von wölfen zerfleischt worden sind umgebracht worden sind.

Die es eben in dem gleichen Zeitraum in dem man so viel Geld zum Schutz ausgegeben hat, nicht etwa um ein oder zwei Prozent gesunken. Oder auch nur überhaupt um halbes Prozent oder irgendwie gesungen, sondern die ist um 29% gestiegen. Woraus man jetzt verschiedene Sachen schliessen kann. Ich würde jetzt einfach was offensichtlichste vorwegnehmen offensichtlich reichen.

7 Millionen Euro bei weitem nicht aus. Offensichtlich muss herdenschutz deutlich teurer werden. Wenn man vorausgesetzt man hält her einen Schutz für die einzige Lösung die überhaupt in Frage kommt. Dahinter hingegen würde ich ein dickes, fettes Fragezeichen setzen. Weil Es ist halt so. Wir können nicht unsere ganze Landschaft komplett einzahlen und mit zäunen durchtrennen.

Das kann niemand wollen. Das hat auch übrigens mit Ökologie dann nicht mehr viel zu tun, denn ein Zaun durch den durch oder überdehnen oder unter den. Also das Problem an wölfen ist ja unter anderem, dass die jeden Weg nehmen. Den sie irgendwie körperlich bewältigen können. Und das Problem ist eben, dass ein Zaun der ja wolfsdicht quasi ist also.

Das ist auch immer ein Begriff, der nicht so gern gehört ist in der landwirtschaftscommunity weil Richtig wolfssichere Zäune das sind die, die wir aus dem Wildpark kennen. Die sind riesengross. Stehen vielleicht auch unter Strom und so weiter. Sind aus Stahl und sind nicht etwa einfach. Nur so etwas höhere weidezäunen die sind auch dann gegen untergraben geschützt und so weiter und so fort.

Solche Zäune? Sind nicht nur sicher gegen Wölfe, sondern auch gegen so ziemlich jedes andere. Ja wild, zumindest ab einer gewissen Grösse Und das bedeutet, dass man überhaupt kein Wildwechsel mehr zulässt, also man würde. Die Ökologie oberhalb sag ich mal so so Kaninchen aufwärts. Würde man im Prinzip stilllegen flächendeckend wenn man die ganze Landschaft mit solchen zäunen zustellt?

Das ist aber was herdenschutz im Grossen und Ganzen meint ja ich weiss man kann auch hier unter ein paar Hunde aufstellen und so klar. Das ist aber nun. Erstens geht das nicht überall. Zweitens möchte nicht jeder der zufällig Schafe hat auch Hundehalter sein. Drittens ist das auch ein Kostenfaktor, der überhaupt nicht zu unterschätzen ist, also dass der wesentliche herdenschutz, da reden wir tatsächlich über Zäune.

Die jedenfalls aktuell und Ja weiss nicht so genau wo da die finanzielle Schmerzgrenze liegt also 6 Millionen finde ich schon eine ganze Stange Geld für sowas Und? Natürlich kann man sagen. Naja dann weiss ich nicht zehnfachen wir es. Dann gehen wir 60 oder 70 Millionen aus im Jahr. Das kann man sicherlich sich überlegen und machen und aber dann ist das Ergebnis, dass man irgendwann überall Zäune oben stehen hat und ich weiss nicht ob wir das wollen.

Ich bin auch relativ sicher, dass das rein ökologisch überhaupt nicht klar geht, also dass man das auch nicht. Im Sinne des naturschutzes einfach nicht bringen kann. Aber gut, da bin ich nicht der Experte. Es ist jetzt nur so Bauchgefühl Das folgt daraus. Wie was? Was kann denn die Lösung sein?

Was auf der anderen Seite die Lösung auch nicht sein kann ist den Wolf auszurotten. Das ist jedenfalls meine Meinung. Das verbieten verbietet eine Vielzahl von Gesetzen. Und? Ja, ich halte es ehrlich gesagt auch nicht für zwingend erforderlich. Was man natürlich tun muss ist, dass man gucken muss, dass der Wolf sich nicht da rumtreibt wo?

Ja wo vorher solchen Schaden anrichten kann. Das heisst man muss sehr viel intensiver daran arbeiten den Wolf von solchen Flecken fernzuhalten, dass da gibt es zum Beispiel die sogenannte vergrämung, also dass man ihn wirklich verscheucht mit bestimmten Massnahmen. Auch an der Stelle bin ich überhaupt nicht der Experte, der sagen könnte wie das funktioniert und wie cool das ist.

Aber das wäre sicherlich ein Weg, den man vielleicht mal ins Auge fassen sollte. Ich glaube das passiert natürlich auch. Ja, also ich finde hier jetzt nicht mal eben kurz. In mein Handy sprechender Weise das Rad neu sondern klar das sind Sachen die die passieren aber vielleicht muss das mehr passieren.

Wenn es eine Option ist, wenn ich dann kann man das natürlich auch sein lassen. Was aber auf jeden Fall passieren muss ist das der Wolf intensiv bejagt wird. Also wir haben die Situation, dass sich die wolfspopulation alle drei Jahre verdoppelt. Und so ist auch zu erklären, warum die Zahl der wolfsrisse trotz so viel Geld.

Und 29% steigt. Das ist einfach. Das ist ein knappes Drittel mehr. Wir haben aber auch ein knappes Drittel mehr Wölfe jedes Jahr. So ist es nun mal ja, also die wolfspopulation wenn sie sich alle drei Jahre. Verdoppelt, dann haben wir eben einen entsprechenden Anstieg und das kann man eben an der Stelle auch sehen.

Das müssen wir. Vielleicht mal ein bisschen anfangen zu steuern, so wie das ja bei jedem anderen Bild hier auch gesteuert wird. Und auch bei anderen wildtieren ist der Grund dafür, dass die Tiere ansonsten ganz viel Schaden anrichten, dann ist es eben nicht die. Die schafherde oder so? Sondern es ist dann ist es der Acker dann ist es der Wald.

Dann sind es eben solche Sachen die geschützt werden sollen, weil wir eben eine kulturlandschaft haben. Die hat ein ein bestimmtes Bild und das versuchen wir zu bewahren weil das ist das was wir hier. Ökologisch an? Ja, was für ein an Ökologie? System praktisch geschaffen haben. Es ist eben Menschen gemacht.

Das ist keine natürliche Landschaft. Wir wohnen ja nicht in einem urwald. Sondern es ist ein dicht besiedeltes Land, also auch Niedersachsen auf wenn es nicht das dicht besiedelste Land In Deutschland ist aber es ist eben relativ dicht besiedelt und wir haben hier. Haben hier eben kulturlandschaften die vom Menschen geschaffen sind und das erfordert dass der Mensch auch.

Beim beim tierbestand beim wildtierbestand entsprechend eingreifen muss, damit das so bleibt. Man kann sie auch auf den Standpunkt stellen. Ja dann das soll aber nicht so bleiben. Das voll soll alles möglichst natürlich sein. Den Standpunkt kann man vertreten, das hat halt dann aber verschiedene wechselwirkungen die man bedenken muss.

Zum Beispiel sehr unmöglich dass Landwirtschaft also ich denke beim Wolf ist es relativ eindeutig, dass Wölfe und weidet hier Haltung nicht so ohne weiteres Zusammengehen sondern Ja, bestimmte Dinge voraussetzen und wenn man sagt Alles nur nicht auf Wölfe schiessen, dann wird das so nicht funktionieren und das sehen wir auch schon teilweise.

Und das ist eben bei der kulturlandschaft im Allgemeinen so also wenn wir aufhören die Lüneburger Heide zu. Ja beschaffen, die sagt man das halt Schäfer mit ihren heidschnucken durchlaufen. Das ist ja nicht wegen der Touristen sondern diese Schafe. Die fressen die jungen Triebe von Bäumen weg und deswegen bleibt die Landschaft die sie ist nämlich so eine.

Naja diese schöne Öle die man sich gerne anguckt. Das hat natürlich ganz viel mit Touristik zu tun. Es ist aber eben auch so, dass da viel Landwirtschaft betrieben wird und auch das funktioniert, nur weil man diese Landschaft so bewahrt. Kein Acker funktioniert wenn man da nicht. Gelegentlich hingeht und Bäume ausreisst bevor sie zu Palmen werden.

Das ist einfach so. Das ist was kulturlandschaft und Pflege einer kulturlandschaft ausmacht und dazu gehört. Das aktive Management des wildtierbestandes und das machen wir bei allen möglichen Tieren, die sich krass ausbreiten und die insbesondere die, die keine natürlichen Feinde haben. Aber der Wolf, der sich krass ausbreitet, wie gesagt Verdoppelung des bestandes alle drei Jahre.

Wir sind beim bestand schon auf einem relativ hohen Niveau. Ja und das eben in Verbindung mit dem nicht Vorhandensein eines natürlichen feindes. Der Wolf hat keine natürlichen Feinde hat er einfach nicht. Das ist ein krasses beeindruckendes Tier. Das einzige Lebewesen, was dem gefährlich werden ernsthaft gefährlich werden kann, ist im Grunde genommen der Mensch.

Und der hat entschieden, dass er das zumindest in Niedersachsen aber halt nicht tut, es sei denn, der Wolf rastet irgendwo völlig aus und richtet richtig Schaden an, der darf auf exakt diesen Wolf wird dann die Jagd eröffnet. Das Problem ist Die meisten Wölfe. Auch in Niedersachsen ist das so tragen einfach keine Namensschilder.

Das heisst dann findet man ihn wieder nicht. Dann ist das so eine wochenlange Posse. Und ja oh Wunder, man findet halt genau diesen Wolf nicht toll. Also das kam mir auch keiner erzählen, dass das der weisser letzter Schluss ist. Und es bringt ja auch nichts also man man verspricht sich davon.

Man entnimmt echt die sogenannten problemwölfe. Aber eigentlich kann doch jeder Wolf zum Problem werden. Das Problem ist, dass der Bestand so gross ist, dass sie sich da eben schon deutlich in die Quere kommen und deswegen. Gar nicht um hinkommen auch auf weidet hier beide Tiere zu gehen. Selbst wenn Sie an divided Tiere nicht ganz so leicht dran kommen wie das vielleicht sofort 20 Jahren noch der Fall war, weil es eben mit dem herdenschutz noch nicht so weit her war aber ehrenschutz das haben wir jetzt gelernt.

Lässt sich das Land sehr viel Geld kosten? Und der Erfolg ist, dass die Risse um 29% zunehmen? Das stimmt was ganz grundsätzlich nicht. Und ich glaube man wird langsam aber sicher der Realität ins Auge blicken müssen, dass wir endlich anfangen müssen den Bestand zu regulieren. Das muss dann aber auch bald passieren, denn das Problem ist ja.

Das ist ja schwer genug und wenn es aber immer mehr Wölfe werden wird es nicht einfacher und Wenn man den Bestand echt also richtig kontrollieren möchte im Sinne von wir finden. Okay so und so viele Wölfe Kann es geben mehr dann müssen wir Müssen wir eben entnehmen, das ist ja nicht beliebig skalierbar und ich weiss nicht wo da die Schmerzgrenze liegt ab der man dann sagen kann.

Ja, wir können jetzt versuchen welche Tod zu schiessen. Wir werden das aber niemals mehr im Griff kriegen, was einfach zu viele sind. Also da muss dann echt jetzt langsam mal was passieren. Wie gesagt ausrotten ist aus verschiedenen Gründen keine Lösung. Halte ich auch nicht für sinnvoll weil Wölfe irgendwo.

Ins hiesige Ökosystem gehören also. Zumindest gehe ich davon aus, dass man das so passend machen kann. Das ist funktioniert. Also das ist schon die Voraussetzung. Wenn ich mich da irren sollte, kann man das auch. Da muss man vielleicht tatsächlich über eine Ausrottung reden, aber so stand jetzt halte ich das nicht für eine Lösung und würde das auch nicht befürworten, sondern sage nee.

Also wir sollten schauen, dass wir Wege finden. Wie Mensch und Wolf Q existieren können wir sehen das in anderen Ländern geht. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass in diesen anderen Ländern Wölfe ernsthaft bejagt werden und zwar im Sinne des bestandsmanagements. Das heisst daran kommen wir langfristig ohnehin nicht vorbei und ich behaupte.

Im Grunde genommen kommen wir auch jetzt schon kurzfristig nicht dran vorbei und das zeigen diese Zahlen von. Wir geben 7 Millionen Euro für herdenschutz aus und der Erfolg ist ein eine Erhöhung. Ein Anstieg der Risse um 29%. Wer da nicht erkennt, dass es ein Problem gibt. Ja dem ist auch nicht mehr zu helfen.

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Gedanken und Kommentare zur Zeit, ungeschminkt und ungefiltert und in der Regel auch komplett ungeskriptet und spontan. Dieses Projekt hält fest, was ich in mein Handymikro spreche.